Aufbruch zur Demokratie
Tag der Friedlichen Revolution | Leipzig 9. Oktober Programm zum Lichtfest Leipzig
Veranstaltungen 2026
Auch im Jahr 2026 können Sie bei uns spannende Veranstaltungen, interessante Ausstellungen und mitreißende Themen entdecken. Wir freuen uns auf Sie! Das gesamte digitale Programm finden Sie hier:
Herbst'89 Veranstaltungen - Programm zum 9. Oktober 2026
Friedensgebet „Unsere VerANTWORTung …“
17:00 Uhr | Nikolaikirche
Predigt: Superintendent Dr. Joachim Jeska
Die Kirchgemeinde St. Nikolai hat in diesem Jahr Superintendent Dr. Joachim Jeska aus Osnabrück für die Predigt im Friedensgebet gewinnen können. Als Friedensstadt besitzt Osnabrück eine lange Tradition. Am 25. Oktober 1648 wurde von der Rathaustreppe der Westfälische Frieden verkündet, der das Ende des 30-jährigen Krieges bedeutete. Seit 1953 wird an dieses Ereignis regelmäßig erinnert. In seiner Predigt schlägt Joachim Jeska eine Brücke von Osnabrück nach Leipzig und bekräftigt die gemeinsame Verantwortung beider Städte für den Frieden.
Musikalisch durchzieht das Friedensgebet eine Kantate mit dem Titel „Selig sind ...“ von André Engelbrecht. Es musizieren der Bachchor an der Nikolaikirche und das Ensemble St. Nikolai unter der Leitung von Nikolaikantor Markus Kaufmann.
Rede zur Demokratie
18:15 Uhr | Nikolaikirche
Die deutsch-amerikanische Politikwissenschaftlerin Cathryn Clüver Ashbrook wird am 9. Oktober die Rede zur Demokratie in der Nikolaikirche halten. 1976 in Wiesbaden geboren, gilt die Expertin für US-Politik und internationale Beziehungen als eine der profiliertesten transatlantischen Stimmen der Gegenwart: als gefragte Kommentatorin in renommierten Medien und als Autorin. Am Beispiel der Entwicklungen in den USA beschäftigt sie sich mit Angriffspunkten von innen auf liberale Demokratien und zeigt, wie dieselben Muster auch in Europa zu beobachten sind. Cathryn Clüver Ashbrook ist Senior Advisor im Programm „Nachhaltige Soziale Marktwirtschaft“ der Bertelsmann Stiftung, war Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und CNN-Korrespondentin.
Lichtweg Leipzig
19:00 - 23:00 Uhr | Innenstadt, zwischen Nikolaikirche und Matthäikirchhof
Mit dem Lichtfest Leipzig erinnert die Stadt alljährlich am 9. Oktober an die Friedliche Revolution im Herbst 89. Am 9. Oktober 1989 versammelten sich nach den Friedensgebeten in mehreren Kirchen in der Leipziger Innenstadt weit mehr als 70 000 Menschen mit den Rufen „Wir sind das Volk“ und „Keine Gewalt“, um mit Kerzen in den Händen zu demonstrieren – der Durchbruch für die Friedliche Revolution. Dieser Tag gilt als Voraussetzung für den Fall der Mauer am 9. November und die deutsche Wiedervereinigung; der Mut der Demonstrierenden ist in die Geschichte eingegangen.
Das Lichtfest 2026 führt als Lichtweg durch die Leipziger Innenstadt. Zwischen Nikolaikirche und Matthäikirchhof verbinden Lichtinstallationen, Performance und Bilder von 1989 Geschichte mit Gegenwart. Internationale Künstlerinnen und Künstler sowie lokale Projektpartner und Leipziger Schülerinnen und Schüler gestalten gemeinsam eine europäische Perspektive.
Der Lichtweg kann in beide Richtungen begangen werden, es gibt keine vorgegebene Reihenfolge. Der Startpunkt ist beliebig wählbar. Orangefarbene Straßenleuchten helfen bei der Wegeleitung am Lichtfestabend.
Hinweis: Für Projekt 6 „Der Aktenschrank“ im Innenhof des ehemaligen Stasi-Gebäudes am Matthäikirchhof gilt eine Einbahnregelung: Der Zugang erfolgt ausschließlich über die Kleine Fleischergasse, der Ausgang über die Große Fleischergasse.
- 1. „Unsere VerANTWORTung …“ – Open-Air-Fotoausstellung
19:00 - 23:00 Uhr | Grimmaische Straße 9–15
Auf der Grimmaischen Straße zeigt das Archiv Bürgerbewegung Leipzig (ABL) zehn großformatige Fotomotive aus dem Jahr 1989. Die Fotos spiegeln zum Teil die Projektstandorte des Lichtweges. Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte der Gerda-Taro-Schule haben sie im Rahmen eines archivpädagogischen Workshops für das Lichtfest ausgewählt und kommentiert. Neben einer historischen Einordnung ging es vor allem um die Frage: Wie stehen die historischen Ereignisse des Jahres 1989 in Leipzig mit den Herausforderungen der Gegenwart in Beziehung? Welche Impulse können sie geben? Die Begleittexte sind auch in der Lichtfest-App als Audio abrufbar. Im Anschluss an das Lichtfest soll die Ausstellung auch an anderen Standorten gezeigt werden.
Seit 1991 sammelt das Archiv Bürgerbewegung Selbstzeugnisse der DDR-Opposition, der Bürgerbewegung sowie der 1989/90 entstandenen Initiativen und Parteien. Die Materialien werden gesichert, erschlossen und für alle Interessierten zugänglich gemacht – sie dokumentieren Protest, Wandel und Demokratisierung. Als außerschulischer Lernort bietet das ABL u. a. Führungen, Workshops und Zeitzeugengespräche an. Die Gerda-Taro-Schule ist ein Gymnasium der Stadt Leipzig. Die Demokratiebildung nimmt eine zentrale Stellung ein und wird durch zahlreiche Aktivitäten innerhalb aller Fächer und der Projekttage vertieft.
Projekt von: Archiv Bürgerbewegung Leipzig / Gerda-Taro-Schule - 2. „Faces of Light“ – Lichtinstallation von László Zsolt Bordos (Ungarn)
19:00 - 23:00 Uhr | Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6
Faces of Light ist eine ortsspezifische Lichtinstallation für die Fassade des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig. Beamer projizieren Archivporträts von Personen, die im Herbst 89 beteiligt waren, auf die Fensterflächen. Lichtstrahlen reichen bis in den öffentlichen Raum hinein und verbinden Fassade, Projektion und Publikum. Die Installation geht direkt auf die architektonischen Gegebenheiten des Ortes ein und übersetzt die Ereignisse der Friedlichen Revolution in ein räumliches Bild. Faces of Light arbeitet mit der Glasfassade statt gegen sie und nutzt Projektion und volumetrisches Licht, sogenannte God Rays, als primäre künstlerische Mittel. Dieser Ansatz ermöglicht eine starke visuelle Präsenz und eine hohe emotionale Wirkung.
Über den Künstler: László Zsolt Bordos ist ein ungarischer Künstler und international anerkannter Pionier des 3D-Projektionsmappings. Er lebt und arbeitet in Budapest und begann seine Laufbahn um 2000 als VJ in der alternativen Partyszene. Mit frühen 3D-VJing-Performances, architektonischen Diaprojektionen und innovativen Videomappings entwickelte er eine unverwechselbare Bildsprache. Seine monumentalen Lichtwerke verwandeln weltweit Architektur in emotionale, abstrakte Erlebnisräume. Seit 2015 realisiert er vor allem Soloarbeiten, Installationen sowie Projektionen für Theater und Oper und ist regelmäßig auf internationalen Lichtkunstfestivals vertreten.
www.bordos.eu | Instagram: @laszlozsoltbordos - 3. „Aufbruch – Umbruch –? Verbunden in Vielfalt“ – Tanzperformance der Tanzcompany TARO TANZ (Leipzig)
19:00 - 23:00 Uhr | Markt
Unter dem Titel „Aufbruch – Umbruch –? Verbunden in Vielfalt“ gestaltet die Tanzcompany TARO TANZ der Gerda-Taro-Schule eine mehrteilige Performance. In vier Blöcken spannt das Projekt einen Bogen von den Hoffnungen der Wendezeit 1989 über Brüche der Nachwendejahre bis zu aktuellen Gefährdungen der Demokratie und der Frage nach gelebter Freiheit heute. Rund 140 Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 12 entwickelten urbane und zeitgenössische Choreografien, die feste Abläufe mit Improvisation verbinden. Zitate früherer Tanzstücke, Redebeiträge und Projektionen verschränken persönliche Stimmen der Schülerinnen und Schüler mit historischer Reflexion. So entstehen eindrucksvolle Bilder von Hoffnung und Enttäuschung, von Gefahren für Demokratie und Gesellschaft – aber auch von Freiheit in Vielfalt, von Gemeinschaft und dem Mut, für Werte einzustehen.
Die Hauptperformances starten 19:15 Uhr, 20:30 Uhr, 21:30 Uhr und 22:30 Uhr und dauern je ca. 30 Minuten – dazwischen stehen kurze getanzte Interventionen. Die Bühne wird durchgehend bespielt.
Tanz am Taro: Tanz wird am Leipziger Gerda-Taro-Gymnasium großgeschrieben und ist in allen Klassenstufen verankert. Der Grundkurs urbaner Tanz/urbanes Tanztheater der Oberstufe ist eine Besonderheit in der Schullandschaft. Hier trifft Schule auf Bühne, Training auf Ausdruck, Idee auf Körper: Tanz wird zur Erzählung, zur Frage, zum Experiment. Die Choreografien der Taro Tanz Company wurden mehrfach bei „Schule tanzt“ ausgezeichnet.
Vielen Dank für die freundliche Unterstützung an das Polnische Institut Berlin – Filiale Leipzig.
www.tanz.taroschule.de - 4. Kerzen-89 und Zeitzeugengespräche
19:00 - 23:00 Uhr | Thomaskirchhof / Ecke Klostergasse
Kerzen-89 – Erinnerung und Austausch: Das traditionelle Kerzenpodest in Form einer 89 steht in diesem Jahr an der Thomaskirche / Ecke Klostergasse. Besucherinnen und Besucher stellen Kerzen ab und gestalten gemeinsam ein wachsendes Lichterbild. Die Kerzen-89 bildet einen stillen Moment des Gedenkens und der Verbundenheit, aber auch die Möglichkeit des Austausches.
Zeitzeugengespräche: Auf einer kleinen Bühne neben dem Kerzenpodest tritt Moderator Nils Straatmann mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in den Dialog. Dabei geht es u. a. um die im Herbst 89 viel diskutierte Fragestellung „bleiben oder gehen?“, um Hoffnungen und Ängste, die Bedeutung des 9. Oktober damals und heute und Aspekte wie Medienfreiheit, Umwelt, Kirche. Auch die Gäste des Lichtfestes können Fragen einbringen. Diese Gespräche verbinden persönliche Erinnerungen mit historischen Zusammenhängen. So entsteht ein gemeinsamer Ort für Erinnerung und Reflexion.
Moderation: Nils Straatmann, 1989 geboren, lebt in Leipzig. Er ist Poetry Slammer, Autor und moderiert Radiosendungen und Podcasts. www.nilsstraatmann.de
Die Zeitzeugengespräche finden in Kooperation mit Frauenkultur e. V. Leipzig, Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig, Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V., Stiftung Friedliche Revolution, Nikolaikirche Leipzig, Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft e. V. sowie Vertreterinnen und Vertretern der Bürgerrechtsbewegung statt. - 5. „PERPETUUM“ – Immersive Videoinstallation von Katja Heitmann (Hamburg)
19:00 - 23:00 Uhr | Dittrichring 12–16
Katja Heitmann sammelt und bewahrt „menschliche Bewegung“. Mehr als 2 500 Menschen haben bereits ihre persönlichen Bewegungen gespendet. In PERPETUUM begegnen die Lichtfestbesucher nun „Bewegungsspendern“, die in Leipzig an einem Workshop mitgewirkt haben. Sie werden am 9. Oktober in monumentaler Größe sichtbar. Die Lichtfestbesucher stehen ihnen gegenüber und hören die Geschichten hinter den Bewegungen. In einem Meer aus Licht wird auch die eigene Bewegung sichtbar.
Beim Projektworkshop kamen Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft zusammen. Die Teilnehmenden spiegelten die Vielfalt Leipzigs wider: Mitarbeitende aus Unternehmen wie DHL arbeiteten ebenso engagiert mit wie Schülerinnen und Schüler Leipziger Schulen – darunter das Werkstufenzentrum Mahlmannstraße – sowie Kursteilnehmende der VILLA aus verschiedenen Themenbereichen. PERPETUUM wurde 2025 mit dem ILO Award ausgezeichnet.
Über die Künstlerin und ihre Arbeit: Katja Heitmann (geb. 1987 in Hamburg) arbeitet an der Schnittstelle von Choreografie und Installation. Sie untersucht, was Menschen bewegt, und entwickelt reduzierte, präzise Bildräume. Als „choreografische Bildhauerin“ erforscht sie Bewegung als Material und konzentriert ihre Arbeiten auf klare Konzepte. Ihre Projekte entstehen oft im Austausch mit Stadtgesellschaften.
www.katjaheitmann.com | Instagram: @katja_heitmann | @motusmori - 6. „Der Aktenschrank“ – Videoinstallation von mammasONica (Italien)
19:00 - 23:00 Uhr | Matthäikirchhof, Innenhof
Das Künstlerkollektiv mammasONica verwandelt den Innenhof der ehemaligen Stasi-Zentrale (Matthäikirchhof) in eine monumentale Projektionsfläche. Ein scheinbar nüchterner Aktenschrank erscheint – Symbol für ein System, das Informationen sammelte und Wirklichkeit formte. Schubladen öffnen sich, Archive geraten in Bewegung, Ordnung beginnt sich aufzulösen. Aus strenger Struktur entsteht ein poetisches Bild von Wandel. Digitale Animation trifft auf handgefertigte Stop-Motion aus Plastilin – technische Präzision begegnet sichtbarer Verformung. Die Fassade wird zur erzählenden Schwelle zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Arbeit rekonstruiert nicht Ereignisse, sondern macht erfahrbar, wie Systeme Wahrnehmung prägen – und wie kollektive Vorstellungskraft sie verändern kann.
Hinweis: Bei diesem Standort gilt eine Einbahnregelung: Der Zugang erfolgt ausschließlich über die Kleine Fleischergasse, der Ausgang über die Große Fleischergasse.
Über das Künstlerteam: mammasONica ist ein italienisches Kreativstudio, das in den Bereichen audiovisuelle Performance, Lichtdesign und interaktive Installationen arbeitet. Die groß angelegten Projekte werden international an renommierten Orten gezeigt, u. a. im Europäischen Parlament in Straßburg, im Atrium in Weimar, den Wadi-Namar-Wasserfällen in Riad und der Gedenkstätte Buchenwald. Die Performances wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Die ortsspezifischen Arbeiten des Studios gelten als vorbildlich dafür, wie man mit Orten umgeht, die eine komplexe oder herausfordernde Identität besitzen. Projekte werden stets mit der modernsten Technik umgesetzt und entwickeln so eine ganz eigene Ästhetik.
www.mammasonica.org/studio/ | Instagram: @mammasonica_studio
Geführter Rundgang zu den Orten der Friedlichen Revolution
19:00 Uhr und 19:30 Uhr | Brunnen Nikolaikirchhof
Um 19 Uhr und 19:30 Uhr starten geführte Rundgänge zu den historischen Orten der Friedlichen Revolution. Dauer: circa 1 Stunde.
Partner: Leipzig erleben e. V. | Teilnahme kostenlos
Kerzen-89 und Kerzenpatenschaft
Thomaskirchhof / Ecke Klostergasse
Die traditionelle Kerzen-89, die im Laufe des Abends von den Lichtfestgästen mit Tausenden Teelichtern zum Leuchten gebracht wird, steht in diesem Jahr am Thomaskirchhof / Ecke Klostergasse und wird erweitert um eine kleine Bühne für Zeitzeugengespräche. Kerzen gibt es kostenfrei an allen Kerzen- und Infoständen in der Innenstadt (siehe Karte im Programmheft, Seite 12/13). Wer möchte, kann an den Kerzenständen via PayPal oder in bar eine symbolische Kerzenpatenschaft übernehmen.
Der Erlös geht an Haus Steinstraße e. V. – soziokulturelles Zentrum, Mehrgenerationenhaus und freier Träger der Jugendhilfe. Der Verein verbindet kulturelle Bildung, Begegnung und gesellschaftliches Engagement. In Werkstätten, Theaterprojekten, Ferienaktionen und im Familien- und Bürgercafé werden Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Einschränkung gefördert, gebildet und unterstützt. Der Verein steht für Respekt, Mitgestaltung und Teilhabe: „Kultur und Bildung für alle und mit allen“. www.haus-steinstrasse.de
Herbst'89 Veranstaltungen - weitere Veranstaltungen
Fritzi war dabei
09.10.2026 Freitag | 10:00 Uhr | DenkmalWerkstatt der Stiftung Friedliche Revolution
Stadtrundgang ab 8 Jahren
Theatraler Stadtrundgang durch die Leipziger Innenstadt für Schulklassen, Kinder und Familien auf Grundlage des Kinderbuchs „Fritzi war dabei – eine Wendewundergeschichte“ von Hanna Schott in einer Bearbeitung von Katja Lehmann.
Um Anmeldung wird gebeten an
Veranstalter: Stiftung Friedliche Revolution und Theater der Jungen Welt | Eintritt frei
Medienfreiheit – was geht mich das an?
09.10.2026 Freitag | 10:00 - 14:30 Uhr | MDR – Mitteldeutscher Rundfunk
Führung und Austausch
Freie und unabhängige Medien sind in einer demokratischen Gesellschaft kein Nice-to-Have, sondern Grundvoraussetzung. Davon profitieren alle. Denn nur, wer ausgewogen und unabhängig informiert ist, kann sich unvoreingenommen eine eigene Meinung bilden. Um dafür zu sensibilisieren, hat der MDR den „Leipziger Appell zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien“ gestartet. Beim Besuch im MDR gewinnen Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Arbeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und kommen mit Journalistinnen und Journalisten ins Gespräch.
Um Anmeldung wird gebeten an
Weitere Informationen: mdr.de/leipziger-appell
Veranstalter: MDR – Mitteldeutscher Rundfunk | Eintritt frei
Immer wieder montags…
09.10.2026 Freitag | 11:00 Uhr | Grünfläche an der Peterskirche
Einweihung eines Erinnerungsortes
Auf den Spuren der Friedlichen Revolution
09.10.2026 Freitag | 11:00 Uhr | Hauptportal Nikolaikirche
Stadtrundgang
Der Rundgang führt an die Brennpunkte des Protestes gegen das SED-Regime. Die Besucher durch- und erlaufen sich damit die Chronik des Herbstes 1989 und erleben, wie sich Leipzig seitdem entwickelt hat und erfahren die Bedeutung der Friedlichen Revolution für den heutigen demokratischen Rechtsstaat.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ | Führungen kostenpflichtig
Der Weg zur Friedlichen Revolution – 9.10.1989 in Leipzig
09.10.2026 Freitag | 14:00 und 16:00 Uhr | Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Sonderführung
Erfahren Sie mehr über die Vorgeschichte der Proteste, die Rolle der Oppositionsgruppen und die organisatorische Meisterleistung hinter den friedlichen Demonstrationen. Historische Objekte wie zeitgenössische Fotografien, geheime Stasi-Dokumente und persönliche Erinnerungsstücke machen dabei die mutige Atmosphäre dieses historischen Tages greifbar.
Veranstalter: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig | Eintritt frei
Historische Aufnahmen der Montagsdemonstrationen
09.10.2026 Freitag | 18:00 - 23:00 Uhr | Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, ehemaliger Stasi-Kinosaal
Projektion von historischem Filmmaterial
Mit den Rufen „Wir sind das Volk“ und „Keine Gewalt“ haben sich in Leipzig am 9. Oktober 1989 weit mehr als 70 000 Menschen dem SED-Regime trotz drohenden Schießbefehls friedlich entgegengestellt. Original-Aufnahmen der entscheidenden Demonstrationen vom 7. und 9. Oktober 1989 werden im ehemaligen Kinosaal zu sehen sein.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ | Eintritt frei
Leipziger Appell: Medienfreiheit schützen – Demokratie stärken
09.10.2026 Freitag | 19:00 Uhr | Marktplatz
Informationen und Gespräche
Der MDR als Initiator des Leipziger Appells zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien lädt auf dem Lichtweg zum Austausch ein. Im Mittelpunkt stehen freie Berichterstattung, verlässliche Informationen und die Frage, wie Medienfreiheit als Grundlage demokratischer Öffentlichkeit geschützt werden kann – in Erinnerung an die Friedliche Revolution von 1989 und mit Blick auf aktuelle Herausforderungen.
Veranstalter: Mitteldeutscher Rundfunk / Netzwerk des Leipziger Appells zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien | Eintritt frei
Nacht der offenen Tür in der ehemaligen Stasi-Zentrale
09.10.2026 Freitag | 19:00 - 23:00 Uhr | Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig, Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Am Abend des Lichtfestes sind die teilweise original erhaltenen Räumlichkeiten der ehemaligen Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig geöffnet.
Das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig und die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ informieren über das Wirken der DDR-Geheimpolizei als „Schild und Schwert“ der SED-Diktatur.
Das Schulmuseum lädt ein zu einer Entdeckungsreise durch die Ausstellungen zur Schule in der DDR sowie zu den Umbrüchen im Schulwesen während und nach der Friedlichen Revolution.
Aus dem Arbeitskreis „Forum für Freiheit und Demokratie“ informieren das Offene feministische DemokratieArchiv und die Stiftung Friedliche Revolution über ihre Arbeit.
Veranstalter: Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig, Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig | Eintritt frei
Herbst'89 Veranstaltungen - Ausstellungen und Rundgänge
Bespitzeln – Bearbeiten – Bekämpfen. Die Methoden und Unterlagen der Stasi in Leipzig
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig
Veranstalter: Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig
„Die Partei hat immer recht“. Die SED im Alltag der DDR
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig
Veranstalter: Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig
„Gwangju 1980“: Fotoausstellung zur Demokratiebewegung in Südkorea
Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Historische Ausstellung: „Stasi – Macht und Banalität“
Dauerausstellung | Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
In der „Runden Ecke“ kann Zeitgeschichte am Originalort erlebt werden: Hier befand sich die Bezirksverwaltung der Staatssicherheit. Am 4. Dezember 1989 besetzten engagierte Bürger das Gebäude. Seit August 1990 informiert die historische Ausstellung in den original erhaltenen Büros der ehemaligen Stasi-Offiziere anhand einer Vielzahl von einmaligen Objekten, Fotos und Dokumenten über Geschichte, Struktur und Arbeitsweise der berüchtigten Geheimpolizei der SED.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ | Führungen kostenpflichtig
Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution
Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
„Von der Burg zur Stasi-Zentrale“ Erinnerungen an den Leipziger Matthäikirchhof
Dauerausstellung | Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Die Open-Air-Ausstellung auf dem früheren Matthäi-Kirchhof beleuchtet die Entwicklung des Areals seit Anfang des letzten Jahrhunderts. Vom Verwaltungsneubau der Leipziger Feuerversicherungsanstalt 1913 über die Zerstörung der Matthäikirche und des angrenzenden Areals 1943, der Nutzung der „Runden Ecke“ unter amerikanischer und sowjetischen Besatzung und schließlich als Sitz der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit bis zu ihrer Besetzung während der Friedlichen Revolution wird die wechselvolle Geschichte des Gebietes, wo die mehr als 1000-jährige Stadtgeschichte Leipzigs mit der „urbs Libzi“ einst ihren Ursprung nahm, erzählt.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ | Eintritt frei
Bevor die Sonne aufgeht – Augenzeug*innenberichte queerer Menschen vom Krieg
Nachbarschaftszentrum „DRESDNER59“
Veranstalter: Nachbarschaftszentrum „DRESDNER59“
Vögel fernab der Politik? – Der Kampf um Natur und Demokratie in Belarus
Nikolaikirche
Veranstalter: Nikolaikirche
Gegen den Strom – Schule im Widerstand
Dauerausstellung | Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Beispiele widerständiger Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler in der NS-Zeit und der DDR werden vorgestellt. Interviews, Dokumente und Fotomaterial laden ein, sich mit diesen bewegenden Fällen auseinanderzusetzen.
Veranstalter: Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Schule in Leipzig in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts
Dauerausstellung | Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Zwei Diktaturen und ihre Einflüsse auf Leipziger Schulen stehen sich in Ausstellungen gegenüber. Drei historische Brüche 1933, 1945, 1989 verursachten jeweils neue Lehrpläne und Erziehungsziele.
Veranstalter: Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Umbrüche – Schule in Sachsen seit 1989/90
Dauerausstellung | Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
1989/90 begann eine bis heute prägende Zeit der Neuorientierung und Umgestaltung des Schulwesens. In einem neueren Teil seiner Dauerausstellung zeigt das Schulmuseum diese wechselvolle Transformation erstmals in einer musealen Präsentation. Die Umbrüche dieser Zeit werden aus vielen Perspektiven beleuchtet. Es geht um neue Schulformen, Lehrinhalte und bildungspolitische Debatten, aber auch um die Schulgebäude zwischen Verfall, Abriss und Sanierung. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den unterschiedlichen Blickwinkeln der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern, die die Veränderungsprozesse hautnah erlebten.
Veranstalter: Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Die Verschwiegenen Toten – Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Altes Rathaus
Veranstalter: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Ständige Ausstellung „Moderne Zeiten. Von der Industrialisierung bis zur Gegenwart“
Dauerausstellung | Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Altes Rathaus
Veranstalter: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Übern Zaun – Gärten und Menschen
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Veranstalter: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Platte. Leben in der Großwohnsiedlung
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Veranstalter: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945
Dauerausstellung | Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Veranstalter: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig